Chemiemüll im Basler Stadtteil Klybeck November 2019

Veranstaltung Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz 26. November 2019 Die Behörden des Kantons Basel-Stadt haben die Altlastenverordnung im Stadtteil Klybeck nur in Ansätzen umgesetzt. Deshalb wissen sie bis heute nicht genau, wo auf den Chemiegeländen der BASF AG und der Novartis AG sowie auf öffentlichem Grund belastete Standorte vorkommen, die saniert werden müssen. Zu diesem brisanten Schluss kommt ein Gutachten des Basler Altlastenspezialisten Martin Forter, das die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) 2019 veröffentlich haben. 

AefU-Präsentation Info-Veranstaltung 26.11.2019
Mehr Informationen und Materialien: 

Klybeck – Wie entsteht stadt? Podiumsgespräch 13.11.2019

Podium:
• Andreas U. Fürst, CEO, Central Real Estate Basel
• Renato Piffaretti, Head Real Estate, Swiss Life
• Eva Herzog, Regierungsrätin
• Christoph Moerikofer, Verein Zukunft.Klybeck
• Roger Diener, Architekt
Moderation: Dieter Kohler, Regionaljournal SRF

Stadtteilrichtplan Klybeck und Kleinhüningen

Antrag des Regierungsrats Basel-Stadt an den Grossen Rat: 5,8 Millionen Franken für die Erarbeitung und Mitwirkung an einem Stadtteilrichtplan zu den Quartieren Kleinhüningen und Klybeck.

Kernaussagen (Ratschlag, S. 40):

1. Stadt weiterbauen
Am Klybeckquai und auf der Westquaiinsel entstehen dichte, sozial und funktional durchmischte städtische Quartiere für über 8‘000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie Beschäftige. Die trinationale Vernetzung zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz wird mit neuen Brücken über Rhein und Hafen vorangetrieben.

2. Quartiere am Wasser
Das Klybeckquartier wird an den Rhein gebracht; die Querstrassen werden bis ans Wasser verlängert.

3. Zwei Nachbarschaften mit baulicher und funktionaler Identität
Am Klybeckquai entsteht ein Stück Stadt mit vielfältiger Hofbebauung und vereinzelt hohen Häusern für Wohnungen, mit Geschäften und einem Quartierschulhaus. Am Westquai wer-den die monumentalen Getreidespeicher Teil eines Ensembles aus Hochhäusern mit nutzungsneutralen Strukturen sowie niedrigen Gewerbebauten; die Hafennutzung am gegenüberliegenden Ostquai bleibt weiterhin bestehen.

4. Städtische Mobilität
Der öffentliche Verkehr wird mit neuen Tramlinien und einer Fähre ausgebaut, der Fuss- und Veloverkehr durch ein engmaschiges Wegenetz und autofreie Verbindungen gefördert.

5. Uferpromenaden
Die Kleinbasler Rheinpromenade wird in der charakteristischen Ufergestaltung bis zum Dreiländereck fortgesetzt; die Promenaden an Rhein und Wiese werden zusammengeführt sowie die Ufer und Böschungen als überregionale Biotopverbundachsen erhalten.

6. Gleispark
Auf den Spuren der Hafenbahn wird eine grosszügige öffentliche Grünanlage geschaffen, die Sport-, Freizeit- und Erholungsinfrastruktur für das bestehende und das neue Klybeckquar-tier mit Rückzugsräumen für Flora und Fauna kombiniert.

7. Plätze am Wasser
An städtebaulich wichtigen Punkten öffnen sich Plätze zum Wasser und bilden einprägsame, besondere Orte der Urbanität am Rhein.

–> Weitere Informationen dazu unter Materialien! 

Interview mit Kantonsbaumeister von Basel-Stadt zum Klybeck-Areal

BASF hat ihre Anteile am Klybeckareal an Swiss Life verkauft

Wenn alle in den Sommerferien sein sollten, werden in der Regel seitens Basler Stadtplanung entscheidende Weichen gestellt.

Zum Beispiel informieren die bisherigen Planungspartner BASF, Novartis, Kanton Basel-Stadt, dass BASF ihr Grundeigentum auf dem Klybeckareal an Swiss Life verkauft hat. Die Swiss Life Holding AG mit Sitz in Zürich ist Eigentümerin des grössten privaten Immobilienportfolios der Schweiz; zu ihr gehören die Tochtergesellschaften Livit, Corpus Sireo, Beos und Mayfair Capital. Swiss Life spannt für das Klybeckareal u.a. mit der Bricks AG zusammen, die bereits auf dem  Erlenmatt-Areal gewirkt hat. 

„Das Versicherungsunternehmen Swiss Life übernimmt die Arealteile und die vertraglichen Verpflichtungen von BASF. Dies gilt explizit auch für jenen Arealteil, der während fünf Jahren für Zwischennutzungen zur Verfügung steht. Die Käuferin bekennt sich dazu, das Projekt gemeinsam mit den weiteren Planungspartnern und unter Einbezug der Interessen der Bevölkerung fortsetzen zu wollen. BASF selber wird bis auf Weiteres als Mieterin im Klybeckareal ansässig bleiben“, heisst es nicht in der Medienmitteilung sondern in der Begleit-E-Mail von klybeckplus.