«Querulanten und Sozialromantiker»

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«Feindbild Rheinhattan: Wie Querulanten und Sozialromantiker die Entwicklung im Basler Hafengebiet verhindern wollen.»

Telebasel, 9. Januar 2013, 19:20 Uhr
Autor: Christian Keller

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#1

Michi S.
14.01.2013 – 19:23
"Querulanten und Sozialromantiker"

Öko-Idealisten, Querulanten, Rädelsführerinnen, Sozialromantiker: Mit diesem Vokabular im Gepäck versuchte Telebasel-Redaktor Christian Keller eine "kritische Annäherung" an die Widerstandsbewegungen gegen Rheinhattan/3Land. Sein Report wurde am 9. Januar 2013 ausgestrahlt. Eine Filmkritik der andern Art:

Der Plot von "Feindbild Rheinhattan: Wie Querulanten und Sozialromantiker die Entwicklung im Basler Hafengebiet verhindern wollen" ist umwerfend - und auch für simple Gemüter einfach zu begreifen: alles links der Wiese (Fluss) bis zur Dreirosenbrücke ist kommunistisch.
Es wären da
* die Schaltzentrale "Capri" in der Inselstrasse, im Herzen des Klybecks
* die Rädelsführerin, eine Frau. Als ausländische Verbindungsoffizierin mit Ostakzent leicht zu identifizieren. Zum Glück versteht sie kein Schweizerdeutsch. Sie selbst bezeichnet sich als "Studentin" - osteuropäische Studien. Geschickt nutzt die hübsche Protagonistin ihre erschlichene Position in der staatlichen Begleitgruppe und unterwandert die demokratischen Schweizer Gremien.
* die von ihr fehlgeleiteten Gutmenschen:
- zwei ÖkoidealistInnen die Holzhäuschen bauen wollen.
- ein Sozialromantiker, Wohngenossenschaftspräsident. Lebt mit zwei Kindern und Hündchen in einer lottrigen 3-Zimmerwohnung. Bezahlt dafür bloss Fr. 500.- Miete. Kein Wunder, hat der Künstler Zeit zu querulieren. Sein Geld verdient der Hütchenträger als Rikschafahrer für Cüplisozialisten, zu Lillys oder so. Fast wie früher in Westberlin.
Immerhin scheint er kein Ausländer zu sein - der Autor des Beitrags hätte das sonst erwähnt
* die holländische Krankenschwester. Als einzige gar nicht unsympathisch dargestellt - aber ach, sie hat ja eine ganze Schar Mischlingskinder. Eben auch verlottert.
* der Sprecher des Baudepartements, Marc Keller. Gibt sich fast schon neutral, bedauert, den Dialog nicht mit allen führen zu können. Doch seine eigentliche Aussage ist und bleibt: die sich wehren, verteidigen einfach ihre Privilegien und sind deshalb egoistisch und undemokratisch. Punkt. Dabei hatten wir immer gedacht, die Privilegierten wohnten im Gellert und auf dem Bruderholz und die Ghettoisierten wohnten im Klybeck und in Kleinhüningen. Dem Quartier, aus dem alle wegziehen, wenn sie können. Wo man seine Kinder nicht zur Schulde schicken will. Wo es keine Grünflächen gibt.
* die aufrechten Kämpfer von ganz rechts aussen: SVP-Sicherheitskommissionsmitglied und Präsident des Dorfvereins, Georges A. Böhler. Tritt zusammen auf mit Werner Loosli und einer unbekannt bleibenden, namenlosen Frau. Die Kulisse: das grosszügige Foyer im "Best Western Hotel" im Stücky. Man sieht nicht, wie die Herren wohnen. Ob sie überhaupt im Quartier wohnen. Böhlers offizielle Adresse jedenfalls ist die Adresse einer Firma und befindet sich beim Otterbacher Zoll.

Die alten Haudegen schlagen um sich wie dereinst Peter Sagers antikommunistische Ostinstitut.

Das klassische Ende des unsäglichen Machwerks: Kapitalismus und Antikapitalismus im offenen Schlagabtausch.
To be continued in Rambo V. Einfach geil.

Fazit: Der Journalist Christian Keller lässt sich seine als Dok gedachte Story doch nicht von Fakten versauen.

Altersfreigabe: Ü 40, man sollte den "Kalten Krieg" kennen.

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